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Mein Romanjahr 2020/21

13. Woche im Romanjahr 20/21

Es ist ein seltsames Gefühl, in dieser von einem Virus geprägten Zeit, einen Krimi zu schreiben. Erst dachte ich daran, das Projekt zu stoppen, weil ich mich kaum auf meinen „Fall“ konzentrieren konnte. Dann habe ich meinen Kinderroman wieder hervorgeholt und weiter daran gearbeitet, um schließlich überhaupt einen kritischen Blick auf meine angefangenen und auf den letzten Schliff wartenden Projekte zu werfen.

Und dann habe ich erst einmal aufgeräumt, ausgemistet, mich von dem „Müll“ der vergangenen Jahrzehnte befreit. Es ist schon seltsam, wieviel sich in den Jahren in Kartons ansammelt, die ich immer wieder gepackt beiseite geschoben habe, weil es immer etwas wichtigeres zu erledigen gab. Manche nennen es Ballast, ich neige dazu, sie Erinnerungen zu nennen. Das Aussortieren ist für mich eine Art von Komprimierung auf das Wesentliche. Und damit kann ich gut leben.

Als der „Ballast“ weg war, konnte ich auch wieder an meinem Krimi weiterschreiben. Ja, ich sehe die Struktur klarer vor mir und die Spannungsmomente lassen sich leichter aneinanderketten, wie die Maschen beim Stricken.

Ich freue mich schon auf die Veröffentlichung, das Treffen auf viele Menschen und das Abschließen dieses Projekts. Und danach schreibe ich den Kinderroman fertig.

Diese zwei Romane möchte ich einer Literaturagentur vorlegen. Denn dieses Mal möchte ich diesen Weg beschreiten. Bei meinem Krimi-Debüt hatte ich beim Meet&Greet und auf der Leipziger Buchmesse eine tolle Resonanz und konnte meinem Krimi vier Verlagen vorlegen und bekam zwei Verträge zur Auswahl. Eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Dabei hatte ich nur mal reingeschnuppert und nicht mehr als fünf Verlage angesprochen, weil mein Roman damals erst zur Hälfte fertig war. Das führte dazu, dass ich schnell den Roman fertig schrieben musste und gleichzeitig eine Entscheidung treffen. Das war nicht einfach.

Mein Fazit: Ich kann nicht alles alleine schaffen: Marketing, Kontakte zu Verlagen schaffen, Lektorat und Design. Dafür gibt es fähige Menschen, die sich auf diese Bereiche spezialisiert haben. Und das ist auch gut so.