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Mein Romanjahr 2020/21

19. Woche im Romanjahr 20/21

Foto: Heike Hübscher
Auf die Perspektive kommt es an.

Das Exposé ist in Arbeit. Es ist erstaunlich, wie hilfreich es ist, dadurch den Roman als Ganzes zu betrachten, mit dem dafür notwendigen Abstand. Auf den richtigen Blickwinkel kommt es an.

Der Plot, den ich bei Romanbeginn geschrieben und zwischendurch überarbeitet habe, ist dabei sehr hilfreich. Mit Abstand möchte ich einen klaren Blick auf folgende Punkte haben:

Ist der rote Faden stringend?
Wo haken die Übergänge?
Wo ist das Tempo zu schnell oder zu langsam?
Welche Figuren sind zu kurz gekommen?
Welche sind komplett überflüssig?
Welche Entwicklung fehlt?

Und natürlich beim Morden:
Ist das Motiv schlüssig und nachvollziehbar?
Gibt es genug Raum für die Leser zum Rätseln?

Aber wie sieht ein Exposé überhaupt aus? Wie ist der formale Aufbau, wie die Sprache und wie lang sollte es sein? Zum Glück gibt es Erfahrungswerte, die von anderen Autoren im Netz geteilt werden. So bei Julia K. Stein. Hilfreich sind auch die Tipps bei Jurenka Jurk. Beide beraten und unterstützen. Von diesen Hilfe und Erfahrungen zu lernen, können (hoffentlich) Absagen ersparen. Zum Beispiel hatte ich bei meinen ersten Schreibversuchen den falschen Blickwinkel gewählt. Das wurde mir klar, als ich mich mit der erfahrenen Buchhändlerin und Germanistin Alex Brune-Will vom wunderbaren Junimond unterhalten habe. Der Verlag braucht eine realistische Vorgabe der Leser-Zielgruppe, genauso wie Genre und Verkaufsargumente, um die Absatzmöglichkeiten und Chancen auf dem Buchmarkt einschätzen zu können. Dazu gehören eigene Presseverteiler und Möglichkeiten, das Buch vor einem Publikum zu lesen.

Und immer wieder stelle ich fest: Schreiben für Zeitungen hat seine eigenen Regeln. Der Buchmarkt folgt anderen Gesetzen. Die sind nicht schlechter oder besser. Eben anders.

Ich wünsche euch eine schöne Woche, bleibt gesund.

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