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Mein Romanjahr 2020/21

21. Woche im Romanjahr 20/21

Wer denkt, der Roman sei fertig, sollte ein Exposé schreiben. Mein Roman ist überhaupt noch gar nicht fertig, sondern es fängt jetzt erst richtig an. Ich habe meine schlauen Bücher aus dem Studium zu Rate gefragt und schon beim Aufsatz “ Spielregeln des Kriminalromans“ von Helmut Heißenbüttel sind mir wieder so viele Dinge eingefallen, die ich anders machen sollte, dass es mich kurz aus dem Konzept gebracht hat.

Zum Glück hielt dieser Zustand nicht lange an. Einer Figur, die eine Schlüsselrolle für die Handlung spielt, fehlten einige schlüssige Handlungsschritte und die Vita war nicht stimmig. Beim Durchlesen alter Briefe fiel es mir förmlich in die Hände. Die Figur brauchte eine Vergangenheit, die sie jetzt einholt. Denn nur dann kann sie zu einem entscheidenden Beitrag leisten.

Wie schon mal erwähnt, muss das Motiv einer Tat stimmig sein. Im wirklichen Leben ist das erschreckenderweise nicht zwingend, daher können wir manche Taten nicht nachvollziehen. Aktuelle Beispiele gibt es genug. Aber deshalb ist eine Autorin wie ich nicht Strafverteidigerin geworden, sondern Germanistin. Also: Frisch an die Tastatur und weiter geht’s. Es kann nur besser werden.

Nächste Woche geht es hier weiter. Schöne Pfingsten, und Tschüss.