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Mein Romanjahr 2020/21

9. Woche im Romanjahr 20/21

Das Weltgeschehen schreibt ihre eigenen Krimis. Der neueste Titel: Das Corona-Virus. Eine Vielzahl an Romanen, z.B. Illuminati von Dan Brown, Filmen, wie I am Legend mit Will Smith usw. greifen dieses Thema auf und entwerfen mögliche Szenarien. 

Deshalb betont das Auswärtige Amt in seinen Informationen, dass das Virus wahrscheinlich auf dem Markt in China seinen Ursprung hat und nicht in einem Labor entstanden ist. Nachzulesen hier. 

Die aktuelle Verbreitung lässt Marshall McLuhans viel zitierten Satz „The World is a Global Village“ (1962, The Gutenberg Galaxy) wieder wahr werden. Und damit meine ich nicht nur die Pandemie, die das Virus ausgelöst hat, sondern auch ihre lückenfüllende Darstellung auf allen Kanälen – im Minutentakt die Ansteckungsketten und Ausbreitung.

Experten streiten sich über mögliche Schritte und Entscheidungen. In der Wissenschaft sind solche Diskussionen wertvoll und bringen die Forschung voran. Aber was löste das bei den meisten Menschen aus? Angst und Schrecken, Hamsterkäufe und Hamsterdiebstähle (Mundschutz, Desinfektionsmittel).  Gestern stand ich selbst vor leeren Regalen und konnte weder Seife noch Toilettenpapier einkaufen.

Trotzdem ist die mediale Information ein notwendiges Instrument, um Fakten zu erklären und Hintergrundinformationen transparent darzustellen. Dafür kämpfen Journalisten jeden Tag auf der ganzen Welt: Das nennt sich Presse- und Meinungsfreiheit. Es lohnt sich die Tagesschau und das heute journal einzuschalten, die Fakten darstellt und Handlungsempfehlungen geben. Dagegen wird auf vielen Kanälen in den Sozialen Netzwerken Stimmung gemacht. Viel hilft nicht viel.

Auch wenn die Sorge um die Gesundheit eine berechtigte Sorge ist, haben wir – und damit meine ich unsere Gesellschaft – gezeigt, wie Angst die Menschen manipulierbar macht und lähmt. 

Wir leben alle in diesem Global Village. Und die Sorgen und Nöte bieten weiterhin eine Menge Stoff für Thriller, Krimis, Science Fiction und Märchen. Das ist die Möglichkeit, die Schriftsteller haben, damit umzugehen.

Ich habe diese Woche mich erst von dieser Angst vor den Folgen lähmen lassen und sie überwinden können, als ich an meinem Krimi weitergearbeitet habe. Danke Jurenka Jurk, dein Newsletter und deine Angebote zu deinen Kursen und Workshops, trotz oder gerade weil viele deiner Aktionen, die du für die Leipziger Buchmesse geplant hast, nicht stattfinden können. Es geht weiter.