Karneval vs. Sporthallenersatz

Der Karneval tobt durch alle Säle – so auch in der Aula unserer Schule. Sie wurde für mehrere Karnevalssitzungen geschmückt – der Bürgermeister hat persönlich dafür gesorgt. Schade nur, dass dadurch der Sportunterricht ausweichen muss, denn die Turnhallen dienen schon seit langem als Flüchtlingsunterkünfte.

Im „Tödlichen Hundekurs“ gibt eine Szene, in der die Mordermittlungen im Vereinshaus auf Unverständnis stoßen, weil das Dreigestirn seinen Besuch angekündigt hat.

Aber, wie im richtigen Leben: „Et kütt, wie et kütt ävver et hätt noch immer jot jejange.“

In diesem Sinne: Kölle Alaaf

Foto: Hübscher

Der Startschuss oder wie geht es weiter?

Der Schuss steht am Anfang des Krimis, insbesondere wenn es mein Buch ist, das im Königsforst bei Köln spielt.

Das Manuskript bearbeitet gerade meine Lektorin. Mit ihrer Hilfe wird ein richtiges Buch draus, das am 16. März 2016 erscheinen wird.

Übermorgen bekomme ich es wieder und kann es überarbeiten. Über und über mit Anmerkungen und Vorschlägen bestückt – hoffe ich und freue mich schon darauf.

Heute wurde in unmittelbarer Nähe unseres Hauses der Münster Tatort „Fußpilz“ gedreht. Dort habe ich mit dem Regisseur gesprochen. Das wäre doch noch was …

Urlauber mit Migrationshintergrund

Heute brachte der XXX-Fahrer Pakete und verabschiedete sich in seinen Jahresurlaub. Fünf Wochen lang möchte er in seine Heimat fahren. Wo das ist? Vielleicht Nordafrika, vielleicht Marokko. Ich habe ihn noch nicht gefragt, denn meistens macht er in den Niederlanden Urlaub.

Vielleicht fährt er auch nach Griechenland oder Italien? Wer weiß. Was wäre, wenn er dort mit seiner Familie, also Frau, seinen Kindern und Koffern eine Autopanne hätte und sie mit dem Zug weiterreisen müssten.

Ich stelle mir also vor, wie die Familie, dunkelhäutig und schwarzhaarig – ebenso wie viele der Flüchtlinge aussehend, mit ihren gepackten Koffern auf dem Bahnhof stünden. Würden sie einfach durchgewunken? Könnten sie es sich sofort im Zug bequem machen?

Ich hoffe, er kommt mit seiner Familie gesund und erholt wieder.

Gute Reise.

Print-Buch oder ebook, das ist hier die Frage

Verlag edition oberkassel

Meine Vorfreude darüber, mein Debüt als Buch bald in den Händen zu halten, beflügelte mich schon beim Schreiben. In der letzten Woche habe ich das Manuskript zum Verlag geschickt und nun geht es zum Lektor.

An diesem Punkt möchte ich kurz innehalten. Das Manuskript liegt dem Verlag zur weiteren Bearbeitung vor. Was für ein Satz. Vor der Buchmesse war dieser Moment noch unvorstellbar. Hier möchte ich meinem Verleger Detlev Knut von edition oberkassel ein dickes Dankeschön aussprechen. Denn ohne festen Abgabetermin wäre das eine Kathastrophe geworden. Aber so blieb nicht die Zeit, um alles nocheinmal über den Haufen zu schreiben, zumal der Vertrag ja auf dem eingereichten Manuskriptentwurf basierte.

Nun gibt es bereits ein Cover (mit meiner heißgeliebten Aimée drauf), eine ISBN-Nr. : 978-3-95813-0470 und einen Erscheinungstermin: 16. März 2016, pünktlich zum Beginn der Leipziger Buchmesse.

Das Buch wird sowohl in gedruckter Form wie auch als ebook erscheinen. Gibt es eine Wertigkeitsgefälle beim Buch? Wenn es jetzt „nur“ als ebook erschienen wäre, würde das etwas ausmachen? Das Signieren wäre schwerer gewesen. Gibt es dafür bereits Lösungen?

Auch ich lese gerne ebooks – und das nicht nur in den Ferien. Denn so habe ich es immer dabei und kann es wahlweise auf dem Tablet oder Smartphon weiterlesen. Das macht schon Sinn. Trotzdem liebe ich es, mein Print-Buch abends bei gemütlichem Licht aufzuklappen und es anschließend ins Regal an einen ausgewählten Ort zu räumen. Schon allein die Anwesenheit von Büchern in meinem Wohnumfeld geben mir ein gutes Gefühl, zumal Dekorieren nicht zu meinen Stärken gehört.

Was wäre, wenn ich nur noch ebooks besäße? Und dann auch noch das Tablet abstürzen würde oder der PC seinen Geist aufgäbe? Was dann?

Wie viel Buch braucht der Mensch heutzutage in welchem Format?

Schriftstellerin, Mutter und Karriere

Schon mal geträumt, dass Karrierewünsche wahr werden?

Meinem Traum, einen Roman zu veröffentlichen, habe ich ein wenig auf die Sprünge helfen wollen. Die erste Hürde war: Wie überzeuge ich meine Familie, gemeinsam mit mir zur Leipziger Buchmesse zu fahren. Das ging zum Glück recht einfach, weil das Gen mit dem Namen „Ich-liebe-Bücher“ in uns allen steckt.

Die zweite Hürde bestand darin, nicht krank zu werden, ein geeignetes Zimmer zu finden, einen Hundesitter zu überreden und noch schnell meinen Kriminalroman zu überarbeiten, der etwa zu zwei Drittel fertig war.  Auch hatte ich mich mit der Buchhändlerin A. Brune-Will vom Junimond in Rösrath getroffen und bei ihr schon mal die Vorstellung des Krimis geübt.

Alle Hürden wurden mit einer Leichtigkeit übersprungen, die mich selbst verblüffte. Denn: Wir haben es tatsächlich nach Leipzig zur Buchmesse geschafft. Ich war sogar mit meinem Exposé – also der Beschreibung des Krimis – zu einem Speed-Dating, dem „1. Meet & Greet – Autorenpitching“, eingeladen.  Die Vorauswahl über die Masse an Exposés, die zu dem Termin eingereicht wurden, traf der BVjA (Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.) und stellte die 8-Minuten-Termine für die Verlags- und Literaturagententische zusammen. Da ich solche Datings weder bisher im Beruf noch im Alltag (also zur Freundschaftsanbändelung zwecks Eheanbändelung) kennen gelernt hatte, übte ich mit meiner Sprachaufzeichnungs-App, bis ich mich selbst nicht mehr hören konnte, aber auf zufriedenstellende fünf Minuten kam.

Und um wirklich alles richtig zu machen, wollten wir uns an unserem gemeinsamen Messetag den Ort des Verlag-Datings ansehen, das am folgenden Tag stattfinden sollte. Super Idee, denn er lag sehr, sehr abseits am anderen Ende der insgesamt fünf Messehallen und war erst viel, viel kleiner, als ich gedacht hatte. Tatsächlich fand es am nächten Tag an einem anderen Ort statt. Weil aber der Weg dorthin durch die Hallen, vorbei an den Life-Fernseh-Ständen wie ZDF, 3sat und arte so weit war und so viel zu sehen war, hatten alle Hunger bekommen. Also ging es wieder zurück auf Start und wir konnten in der Presse-Lounge ein leckeres Essen erstehen.

Ich glühte mittlerweile vor Aufregung, weil ich danach die beiden Dating-Verlage am Stand aufsuchen wollte bei denen ich Termine hatte. Denn ich wollte schon mal vorab wissen, mit wem ich es am nächsten Tag zu tun habe. Meine Familie wollte derweil die Messehalle „2“ besuchen, die wegen ihrer Angebote für Kinder, inkl. Lesungen, Grüffelo-Stickern und einem Auftritt mit Knister, dem „Erfinder“ von Hexe Lilli sicher spannender war.

Während ich den weiteren Verlauf des Tages im Kopf perfekt durchorganisierte, aß unsere kleineTochter neben mir eine Frikadelle. Sie kaute und … musste niesen. In meine Richtung. Meine Bluse, zum Glück sehr gemustert (eher untypisch für mich), war von oben bis unten mit kleinen Frikadellen-Häufchen übersät. In diesem Augenblick wusste ich nicht recht, ob ich weinen oder lachen sollte. Ich entschied mich für beides.

Autoren-Speed-Dating auf der Leipziger Buchmesse
Autoren-Speed-Dating auf der Leipziger Buchmesse

Meine liebe Familie wollte sich am folgenden Tag das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig ansehen. Und ich konnte mich entspannt, soweit mich meine bestöckelten Schuhe trugen, auf das Speed-Dating konzentrieren. Ja, und das war dann doch noch erfolgreich.   Jetzt muss ich noch abwarten, wie es weitergehen wird, aber auch dabei wird sicher meiner Familie etwas einfallen, wie sie mir die Langeweile vertreiben kann. So ist es nun mal, wenn eine Mama Schriftstellerinn sein  und Karriere machen möchte.

Mensch – Hund – Wald: Ausstellung am 31. Mai 2015

Ein großes Kommen und Gehen begleitete die Ausstellung mit Lesung, Diskussionen und Musik. Jeder blieb und schaute, dikutierte und genoss wie er wollte.

Das war: Begegnungen und Eindrücke zeigen Gedichte der Klasse 4 B GGS Forsbach, die Fotos von Heike Hübscher, Gespräche mit Susanne Jordan und Hubert Liebertz (Hundetrainer), Monika Barfknecht (Kinderschutzbund Rösrath), Texte von Sigrid Schulz (Journalistin).

Zu Gast: Linda Arnold, Künstlerin aus New York.

Mitwirkende Künstler: Beate Vonderbank, Ekkehard Paul Tratsch, Margit Maßler-Diallo, Hannes Lorenz, MaLa, Lukrezia und Roland sowie der Club des jungen Künstlers.

Eine Wand zur Präsentation freut sich auf Ihre Gedanken, Gedichte, Titel Ihrer Lieblingsbücher oder Ihre Fotos zu diesem Thema. Tesafilm, Buntstifte und große Papierleinwand stehen dafür bereit. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Ihnen.

Die Vernissage findet am 31. Mai 2015 um 16 Uhr in der Werkstatt von Kunst in der Schmiede, Bensberger Str. 21, 51503 Rösrath statt.

Besuch der  Ausstellung  bis zum 30. Juni  2015  in der Werkstatt nach Vereinbarung (Tel. 02205 – 8 45 02 oder malaformaten@yahoo.de) möglich.